Nach einem schleppenden Start in das Blutspende-Jahr 2026 hofft das Deutsche Rote Kreuz auch auf Unterstützung aus Leverkusen.
„Dringender Appell“Blutspender gesucht – DRK über Leverkusener Entwicklung „hoch erfreut“

Der Großteil der Blutspenden-Versorgung aus Leverkusen wird durch die Pop-up-Station in der Rathaus-Galerie abgedeckt.
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Es sind aus Sicht der Blutspende-Koordination des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in den vergangenen Wochen einige unerfreuliche Situationen zusammengeschossen, die es nun zu einem „dringenden Appell“ veranlasst.
Erst kamen die Feiertage, hinzu kamen noch zahlreiche abgesagte Termine von Blutspenderinnen und Blutspendern aufgrund von Krankheiten in den Zeiten der Erkältungswellen und dann noch ausgefallene Termine aufgrund des Wintereinbruchs in Nordrhein-Westfalen: Es war kein guter Start ins Blutspende-Jahr 2026 war.
Blutspende-Lagerreichweite nach Rückschlägen bei noch „rund 1,5 Tagen“
Laut Mitteilung des „DRK-Blutspendedienst West“ beläuft sich die Lagerreichweite derzeit nur auf „rund eineinhalb Tage“. Sprecher Stephan David Küpper erklärt: „Die Situation ist ernst. Krankenhäuser benötigen täglich Blut für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen. Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten.“
Daher werden auch potenzielle Spenderinnen und Spender in Leverkusen gebeten, die Angebote des DRK wahrzunehmen. Eine Altersobergrenze gibt es dabei inzwischen nicht mehr, das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Wer sich, etwa aufgrund von Medikamenten, unsicher ist, ob eine Spende möglich ist, kann sich über 0800 11 949 11 oder online auf www.blutspende.jetzt informieren und beraten lassen.
Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten.
Vor Ort in Leverkusen geht das in erster Linie über das Pop-up-Angebot des DRK in der Rathaus-Galerie, das der „Leverkusener Anzeiger“ rund um den Jahreswechsel besuchte. DRK-Sprecher Küpper zeigt sich „hoch erfreut“ darüber, dass die Station, die Ende 2023 in Betrieb genommen wurde, seitdem „super angenommen“ wird, erklärt er im Gespräch mit unserer Redaktion.
Im abgelaufenen Jahr 2025 gab es insgesamt 300 Blutspende-Termine in Leverkusen, 254 davon in der Rathaus-Galerie. Da war es noch an fünf Tagen, dienstags bis samstags, möglich, vor Ort zu spenden.
Seit Jahresbeginn besteht auch montags die Möglichkeit, hinzu kommen die gelegentlichen verkaufsoffenen Sonntage. Auffällig ist hier, wie Küpper betont, das „junge Publikum“, das zur Blutspende in der Rathaus-Galerie kommt.

DRK-Sprecher Stephan David Küpper zeigt sich erfreut über die Resonanz in Leverkusen durch das Pop-up-Angebot zum Blutspenden in der Rathaus-Galerie.
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Darüber hinaus gibt es im Januar noch drei Blutspende-Termine in Leverkusen abseits des Pop-up-Angebotes in Wiesdorf. Am Mittwoch, 21. Januar, kann von 15 bis 19 Uhr in der Friedenskirche in Schlebusch gespendet werden. Dieselben Zeiten gelten auch für die Termine in Lützenkirchen (Katholisches Pfarrheim St. Maurinus) am 29. Januar und am 30. Januar in der Stadthalle Hitdorf.
Insgesamt blickt das DRK auf ein Jahr mit 6204 Spenderinnen und Spendern aus Leverkusen zurück, 746 davon waren Erstspenderinnen und -spender.
Worauf das Deutsche Rote Kreuz auch hinweist: Die Koordination der Blutspenden steht nicht im Zusammenhang damit, wo gespendet wurde. Damit ist es Leverkusenerinnen und Leverkusenern möglich, Personen weit über die Stadtgrenzen hinweg zu helfen – was gerade in der aktuell schweren Blutspende-Phase ausgesprochen wichtig ist.
