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28.000-Euro-InvestitionOB Hebbel stellt Leverkusens neuen „Supersauger“ vor

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Stefan Hebbel wird bei der Nutzung des neuen „Glutton“ eingewiesen.

Stefan Hebbel (r.) legt beim neuen „Supersauger“ für die Wiesdorfer City gleich selbst Hand an – Guido Buchmüller (l.) von der JSL schaut zu.

Im Wahlkampf setzte der CDU-Politiker das Thema „Sauberkeit“ weit oben auf seine Agenda, eine der ersten Maßnahmen ist nun im Einsatz.

Für den Schnee musste dann doch der Winterdienst eine Runde vor dem Wiesdorfer Rathaus drehen, nur wenige Meter daneben griff aber sogar Stefan Hebbel zum „Supersauger“, wie der Oberbürgermeister den neu angeschafften „Glutton“ nennt. „Vielfraß“ ist die Übersetzung des „Glutton“ – und der Vielfraß ist seit Jahresbeginn im Einsatz, um Leverkusen sauberer zu machen.

Das war eines der zentralen Wahlkampfthemen von Hebbel im vergangenen Jahr, die der CDU-Politiker auch im ersten vollen Jahr seiner Amtszeit angehen will. Die nächsten Schritte sind schon eingeplant: Für Anfang Februar hat Hebbel den ersten „Müllgipfel“ anberaumt. Gemeinsam mit Verantwortlichen der städtischen Betriebe und Tochtergesellschaften soll erarbeitet werden, wie Leverkusen zu einer saubereren Stadt gemacht werden kann. Ein wichtiges Gut ist für den OB dabei, den Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu suchen – in der Hoffnung, dass künftig mehr Müll ordnungsgemäß entsorgt wird.

Neuer „Supersauger“ zunächst in Wiesdorf im Einsatz

Ein Problem, das aber wohl alle Leverkusenerinnen und Leverkusener aus eigener Erfahrung kennen dürften: Gerade in der Wiesdorfer Fußgängerzone ist häufig Unrat zu finden. Hier wird bis auf Weiteres der neue „Supersauger“, ein elektrisch betriebener Abfallsauger, sein Aufgabengebiet haben.

Von Montag bis Freitag, von 12 Uhr bis 20 Uhr, soll er in Wiesdorf unterwegs sein – die 40-Stunden-Woche gilt also auch für Elektro-Sauger. Bei einem Testlauf vor dem Rathaus landeten unter anderem Zigaretten, Verpackungsreste und der Flaschenhals einer zerbrochenen Kölschflasche im Saugrohr mit 12,5 Zentimetern Durchmesser.

Müll rund um den Busbahnhof in Wiesdorf.

Nicht nur rund um den Busbahnhof in Wiesdorf gibt es ein Müllproblem, das OB Stefan Hebbel anpacken will.

Bislang setzten die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) in Zusammenarbeit mit einer externen Firma darauf, dass ein Mitarbeitender für eine manuelle Reinigung in der Fußgängerzone unterwegs war.

Gerade bei der zerbrochenen Bierflasche mit der Gefahr, dass sich ein Mensch daran schneidet, ist der elektrische Abfallsauger die bessere Option – und je schneller der potenzielle Gefahrenherd vom Boden entfernt ist, desto besser.

Eine Fußgängerzone ist wie eine Visitenkarte der Stadt.
Oberbürgermeister Stefan Hebbel

Für das Personal, das den „Glutton“ bedient, sorgt der Job Service Leverkusen (JSL) im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem TBL, das für die Anschaffung des Gerätes zuständig war – und auch die Wartung übernimmt. Mit einem Vorlauf von vier bis sechs Wochen wurde der „Supersauger“ bestellt, seit Jahresbeginn ist die 28.000-Euro-Anschaffung im Einsatz.

„Eine Fußgängerzone ist wie eine Visitenkarte der Stadt – hier müssen wir besonders auf ein gutes Erscheinungsbild achten. Das garantieren wir dank motivierter Mitarbeitender und dem Einsatz moderner Reinigungstechnik“, erklärt Hebbel.

Stefan Hebbel mit Personal von TBL und JSL.

Stefan Hebbel (3.v.l.) wurde bei der „Supersauger“-Vorstellung im Leverkusener Schneetreiben durch die TBL und den JSL unterstützt.

Die 48-Volt-Batterie des „Glutton“ reicht für einen Arbeitstag, dann erfolgt am Abend die Ladung – und natürlich die Entsorgung der 240-Liter-Abfalltonne, die in dem Gerät integriert wird. Die Entsorgung übernimmt dann die Avea.

In einer kurzen Ansprache zur Vorstellung der Anschaffung brachte Hebbel auch die Frage „Wie bekommen wir Leverkusen sauber?“ auf, die ihn auch nach dem Wahlkampf weiterhin intensiv beschäftige. Der „Glutton“ ist dabei eine der ersten Maßnahmen – und wie der Oberbürgermeister erklärt, eine „wunderbare Ergänzung“.

Erst einmal ist im Leverkusener Stadtgebiet nur ein „Supersauger“ unterwegs – Hebbel betonte, dass es nun auch darum gehe, „Erfahrungen zu sammeln“. Es scheint aber längst nicht ausgeschlossen, dass der „Vielfraß“ Geschwister bekommt, wenn er denn gute Arbeit in Wiesdorf verrichtet.