Freitag, 16.01.26 13:41Uhr
10.4°C

Betreiber einigen sichAlle Karnevalsveranstaltungen in Leichlingen finden im Zelt statt

3 min
Alle Karnevalsveranstaltungen in Leichlingen finden in diesem Jahr im Zelt im Stadtpark statt.

Alle Karnevalsveranstaltungen in Leichlingen finden in diesem Jahr im Zelt im Stadtpark statt.

Dennoch gibt es etwas Unruhe um den Betreiberwechsel der Veranstaltungsstätte am Stadtpark.

Alle Karnevalsveranstaltungen in Leichlingen, nicht nur die am großen Karnevalswochenende, können in dieser Session im Festzelt im Stadtpark stattfinden. Das meldet jetzt die Vereinigung Leichlinger Karneval (VLK). Die Regelung gilt für die Herren- und Damensitzung der KG Herrenelferrat, den Seniorenkarneval „Ahl Lück“, den Rathaussturm, die Weiberfastnachtsparty, die Afterzochparty, die Kika-Party der Blütenstädter und die Nubbelbrennung.

Was erst einmal nach nichts Außergewöhnlichem klingt, hat durchaus eine Vorgeschichte. Denn zunächst war nur sichergestellt, dass die VLK die Events am Karnevalswochenende im Zelt ausrichten kann. Was mit den Veranstaltungen in den Wochen vorher passiert, stand zeitweise nicht fest. Denn es stand im Raum, dass es auch in der Balker Aue ein Zelt geben könnte.

Die Stadt hatte dann zuletzt mitgeteilt, dass erst ab der Session 2026/2027 alle Veranstaltungen in die Balker Aue umziehen sollen. Denn Anwohnerinnen und Anwohner rund um den Stadtpark hatten sich unter anderem über den Lärm in der Innenstadt beschwert. In diesem Jahr geht das noch nicht, weil die Fläche in der Balker Aue noch ertüchtigt werden müsse, so die Stadt.

Leichlingen: Veranstalter ist enttäuscht

Kurz vor Weihnachten teilte die VLK dann mit, dass man einen neuen Betreiber für das Zelt habe: die „sundb GmbH“,  deren Gesellschafter unter anderem Volkmar Blank und Lars Stenzel, Jungfrau und Prinz der Session 2023/2024, sind. In den vergangenen zwei Jahren hatte das Team von Grammoevents aus Leichlingen das Zelt betrieben. Der Wechsel sei zustande gekommen, weil die „sundb GmbH“ das für die VLK wirtschaftlich bessere Angebot abgegeben habe, hatte die VLK gesagt. Es sei ihnen aber auch wichtig, zu betonen, „dass wir Joshua Mers (Grammoevents, Anm. d. Red.) und seinem Team ausdrücklich für zwei sehr erfolgreiche Jahre danken. Der Betrieb des Zeltes wurde in dieser Zeit stets äußerst professionell umgesetzt“.

Unter anderem mit den Zelteinnahmen finanziert die VLK den Blütensamstagszug. 20 Jahre lang habe das über die Konzessionsgebühr für das Zelt funktioniert, das gehe jetzt nicht mehr. Sicherheitskonzepte, Dixi-Toiletten, Gema und Sanitätsdienste – alles sei teurer geworden. Deshalb habe man sich für die „sundb GmbH“ und gegen Grammoevent entschieden.

Das war Joshua Mers sauer aufgestoßen. Von der Vorgehensweise der VLK sei er „schwer enttäuscht“, sagte er im Gespräch mit dem „Leverkusener Anzeiger“. Denn die VLK habe nicht mal mit ihm verhandelt, daran störe er sich. Mit dem Herrenelferrat hatte Mers bereits eine Vereinbarung für dessen Sitzungen getroffen. Als noch nicht klar gewesen sei, dass in der Balker Aue keine Veranstaltungen stattfinden sollen, habe er dafür bei der Stadt eine Konzessionsanfrage gestellt. Eine Antwort habe er darauf nie erhalten.

Damit aber jetzt nicht zweimal Zelte im Stadtpark aufgebaut werden müssen – einmal für die Veranstaltungen des Herrenelferrats und einmal für die des VLK –, haben sich Grammoevents und „sundb“ abgesprochen. Mers und sein Team bauen am Mittwoch das Zelt auf und liefern die Getränke, dann haben sie mit dem Zeltbetrieb nichts mehr zu tun und „sundb“ übernimmt alles Weitere. Die nun getroffene Absprache mit „sundb“ sei für ihn und sein Team „Schadensbegrenzung“, sagt Mers. Denn man habe mit dem Zelt geplant.