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Trainingszentrum, RückrundeDas wünschen sich Fans von Bayer 04 zum neuen Jahr

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Fans beim öffentlichen Training von Bayer 04.

Lola mit Papa Tim Appolt und Opa Günter Kloft beim öffentlichen Training von Bayer 04.

Darüber, ob ein neues Leistungszentrum in Monheim gebaut werden sollte, gibt es beim Trainingsauftakt unterschiedliche Meinungen.

Wenn es wieder wärmer wird, ist es endlich Zeit für den ersten Stadionbesuch von Tochter Lola, findet Tim Appolt. Ausgerüstet ist die Vierjährige dafür auf jeden Fall schon: Schal und Trikot sitzen auch über der dicken Winterjacke. Gemeinsam mit Opa Günter Kloft sind die beiden zum öffentlichen Training gekommen, das die Profimannschaft von Bayer 04 Leverkusen zum Jahresauftakt im Ulrich-Haberland-Stadion veranstaltet. Mehrere Hundert Fans sind der Einladung gefolgt und schauen zu, wie die Profis Laufeinheiten und ein Trainingsspiel absolvieren. Natürlich darf danach auch die Jagd nach begehrten Autogrammen und Selfies nicht fehlen. 

Kleine Fans beobachten die Laufeinheiten der Profis.

Große und kleine Fans beobachten die Laufeinheiten der Profis.

„Wenn die schon mal öffentlich trainieren, wollen wir auch mal gucken kommen“, sagt Günter Kloft, das käme ja nicht mehr so häufig vor. In Zukunft könnte das noch seltener der Fall sein: Wenn die Autobahnstelze ausgebaut wird, werden die Trainingsplätze in Stadionnähe wohl nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Verein plant stattdessen, ein Trainingszentrum in Monheim zu bauen, dagegen allerdings gibt es Widerstände in der Nachbarstadt.

„Es ist klar, dass was passieren muss“, sagt Tim Appolt, der auch eine Dauerkarte besitzt. Ein ambitionierter Profiverein mit hochwertiger Nachwuchsarbeit brauche entsprechend professionelle Trainingsinfrastruktur. „Ob das unbedingt in Monheim sein muss, weiß ich nicht“, sagt Kloft. „Im Stadtgebiet gibt es doch bestimmt auch noch ein Plätzchen.“ Einig sind sich beide: Wichtiger sind ihnen gute Trainingsbedingungen für ihren Verein: „Wenn das in Monheim sein muss, dann halt Monheim“, sagt Appolt. 

Autogrammjagd nach Trainingsende

Autogrammjagd nach Trainingsende

Mit der Trainingseinheit zufrieden sind die Brüder Tom (8) und Henry (6). „Die haben einige Schüsse ordentlich reingeballert“, sagt Henry. Dann müssen sie schnell los, Autogramme auf dem mitgebrachten Fußball sammeln. „Am liebsten hätte ich Grimaldo, weil der so tolle Freistöße schießt, aber der ist, glaube ich, gar nicht da“, stellt Tom fest. „Dann brauchen wir aber unbedingt Schick!“, ergänzt sein kleiner Bruder. Von Schnee und Frost lassen sie sich da nicht aufhalten. 

Tim Appolt ist zufrieden mit dem Trainingsauftakt: „Es fehlen ja noch einige vom Afrikacup, ich hoffe, dass die gesund zurückkommen. Aber das sah schon relativ gut aus.“ Überhaupt steht der Verein zum Ende der Hinrunde besser da, als er erwartet hätte: „Nachdem man das Missverständnis zu Beginn schnell wieder ausgeräumt hat, hat der neue Trainer doch vieles richtig gemacht.“

Er meint damit den schnellen Wechsel vom erst in der Sommerpause verpflichteten Trainer Eric ten Hag nach nur zwei Bundesligaspielen auf den jetzigen Coach Kasper Hjulmand. „Bei Platz eins ist, glaube ich, nichts mehr zu machen. Platz zwei bis vier ist unser Ziel für die Rückrunde“, sagt Kloft. Und natürlich: ein erster Stadionbesuch für Lola.