Die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule soll künftig geschlossen an der Deichtorstraße unterrichten, die Förderschule aus Opladen nach Rheindorf ziehen.
Gesamt- und FörderschuleSchulumzug in Rheindorf und Opladen geplant

Der Standort an der Haus-Vorster-Straße der Förderschule an der Wupper soll aufgegeben werden.
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Die Stadt Leverkusen plant, die Förderschule an der Wupper von Opladen nach Rheindorf umzuziehen. Möglich werden soll das, indem die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, die derzeit in Rheindorf auf zwei Standorte verteilt ist, an der Deichtorstraße zusammengeführt wird. Der dann frei werdende Standort Elbestraße soll danach für die Förderschule hergerichtet werden. Mit dem Umzug werde auch die Versorgung mit ausreichend vorhandenen Schulplätzen sichergestellt, schreibt die Stadt. Gerade im Bereich der Förderschulen gibt es großen Nachholbedarf.
Eine entsprechende Vorlage soll im Februarturnus in die Ratsgremien eingebracht werden, bislang ist diese auf Nachfrage nicht zu bekommen.
Käthe-Kollwitz-Schule zieht zusammen
Sowohl die Schulleitung der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule als auch die Schulaufsichtsbehörde haben der Stadt dargelegt, dass eine Zusammenführung der beiden Standorte aus pädagogischer und organisatorischer Sicht sinnvoll sei.
Aktuell werden die Jahrgänge fünf und sechs an der Elbestraße unterrichtet, die übrigen Jahrgänge am Hauptstandort Deichtorstraße. Auf einem Schulcampus hingegen werde das jahrgangsübergreifende Lernen erleichtert und eine Identifikation mit der weiterführenden Schule als „eine Schule“ gefördert. Ebenso würden die pädagogische Geschlossenheit des Kollegiums verbessert und organisatorische Schwierigkeiten beseitigt.
Finanziell realisiert werden soll das durch das Förderprogramm „Startchancen“ von Bund und Land NRW. Was der Umbau kosten soll und wie viel Geld aus dem Förderprogramm zu bekommen sein könnte, geht aus der Mitteilung der Stadt nicht hervor. Geplant sei in jedem Fall ein Erweiterungsbau auf dem Grundstück. Bis zu dessen Fertigstellung sollen die bestehenden Container baulich ertüchtigt (ab Anfang 2026) und ein weiterer Interimscontainer aufgestellt (Sommer/Herbst 2026) werden. Schon zum Schuljahr 2026/27 soll die gesamte Schule dann hier unterrichtet werden. Sobald der Erweiterungsbau fertiggestellt ist, können die Container am Standort zurückgebaut werden. Der Grund der Eile scheinen die Bedingungen des Förderprogramms zu sein.
Umzug Schule an der Wupper
Sanierung und Ausbau der Förderschule an der Wupper stehen schon lange im Schulbauplan der Stadt. Mit dem Umzug an die Elbestraße soll hier nun ein anderer Weg gegangen werden. Die Platznot am Standort Haus-Vorster-Straße in Opladen ist schon lange groß. „Bei einem weiteren Anstieg der Schülerzahl am gegenwärtigen Standort wäre eine adäquate Beschulung nicht mehr gesichert“, schreibt die Stadt. Zumal es auch an Förderschulen ab dem Schuljahr 2026/27 einen Rechtsanspruch auf eine ganztägige Betreuung in der OGS gibt.
Wenn die Gesamtschule im Sommer aus dem Gebäude Elbestraße ausgezogen ist, soll dieses „baulich für den Förderschulbetrieb ertüchtigt werden“. Schuldezernent Marc Adomat sagt dazu: „Wir sichern mit dem Umzug den Fortbestand dieser Schulform in Leverkusen inklusive sinnvoller Therapieformen und eines adäquaten Fachunterrichts.“ Auch Oberbürgermeister Stefan Hebbel ist davon überzeugt, dass das Schulentwicklungskonzept den „Bildungsstandort Leverkusen“ stärkt: „Mit den angestrebten Maßnahmen verbessert sich die Lernumgebung für unsere Schülerinnen und Schüler deutlich.“ Die Schulen seien über die Planungen informiert worden. Was mit dem Gebäude an der Haus-Vorster-Straße geschehen soll, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Mit Beginn der Bauarbeiten in der zweiten Jahreshälfte 2026 wird auch die Volkshochschule den Standort Elbestraße verlassen. Die Stadt prüfe derzeit alternative Standorte. Im Sommer 2027 soll die Schule an der Wupper dann hier einziehen – fernab der Wupper.

