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Langer LeerstandFrüheres Café Deycks in Opladen hat einen neuen Pächter

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Die Sanierung des Glashauses des früheren Café Deyks läuft.

Die Sanierung des Glashauses des früheren Café Deyks läuft.

Die Suche der Wohnungsgesellschaft Leverkusen als neuer Eigentümerin nach einem Pächter für den Glasbau in der Fußgängerzone war erfolgreich.

Das ehemalige Café Deycks in der Opladener Fußgängerzone hat einen neuen Pächter. Das teilte Gerald Hochkamer, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL), auf Anfrage des „Leverkusener Anzeiger“ mit. Die WGL hatte die Immobilie im vergangenen Sommer aus städtischem Besitz übernommen und sich auf die Suche nach einem neuen Pächter für eine längerfristige Verpachtung des markanten Glasbaus an der Einmündung der Goethestraße in die Kölner Straße gemacht.

Diese Suche war jetzt erfolgreich. „Wir sanieren derzeit die Immobilie, einschließlich der WC-Anlage aus den 70er Jahren“, teilte Hochkamer im Gespräch mit. Auch die Lüftungsanlage müsse saniert werden. Es bleibe dabei aber bei der bisherigen technischen Auslegung. Der neue Pächter sei ein Gastronom aus der Stadt, der seinen Schwerpunkt auf Frühstück, Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen lege. Mehr wollte Hochkamer über das Konzept nicht verraten.

Das frühere Café Deyks in der Opladener Fußgängerzone

Das frühere Café Deyks in der Opladener Fußgängerzone hat einen neuen Pächter.

Im März oder April werde die WGL das Café an den Pächter übergeben, der dann die Endausbauarbeiten machen lasse. Vermutlich gegen Ende des zweiten Quartals, also etwa im Juni dieses Jahres, werde das neue gastronomische Angebot in der Opladener Fußgängerzone Eröffnung feiern.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Suche nach einem neuen Pächter endet eine anderthalbjährige, teilweise hitzig geführte Debatte über die Zukunft des Cafés, dessen bisherige Pächter im Frühjahr 2024 aufgegeben hatten. Die Stadtverwaltung empfahl im November 2024, den Glasbau abreißen zu lassen. Auch Dirk Pott, stellvertretender Chef der Arbeitsgemeinschaft Opladen, stellte einen entsprechenden Bürgerantrag. Doch dieses Ansinnen lehnte die Bezirksvertretung II jedes Mal mehrheitlich ab.

Im Februar 2025 kam dann die Idee auf den Tisch, dass die WGL das Gebäude übernehmen, sanieren und vermarkten solle. Und Hochkamer bestätigte den Bezirkspolitikern in deren Sitzung Ende März 2025, dass die WGL ein Interesse an der Immobilie habe. Hochkamer schätzte die Sanierungskosten damals auf 285.000 Euro, vorausgesetzt, der neue Gastronom werde, wie bisher, nur kalte Küche anbieten. Wenn nun alles so kommt wie geplant, gibt es für die Opladenerinnen und Opladener nach zwei Jahren Leerstand wieder ein gastronomisches Angebot an prominenter Stelle in der Fußgängerzone.